Das Klappholttal: Die Insel auf der Insel

Feiner Nebel überzieht die Dünenkämme zwischen Kampen und List. Die Luft ist klar und kühl, verlangt nach einem tiefen Atemzug. Es ist diese wohltuende Zeit zwischen Winter und Frühling, wenn die Insel sie selbst ist, ohne viel Tamtam, dafür mit ganz viel Natur. Biegt man hinter der Vogelkoje links ab, kommt man dieser noch ein Stück näher und lässt das Gewohnte, gefühlt die gesamte Welt hinter sich. Nach 800 Metern ist man am Ziel, im Klappholttal Sylt. Seinen Namen, friesisch für Klappholz, verdankt es den umgeklappten Bergkiefern, die sich vereinzelt auf dem Gelände befinden.

Bei der Ankunft im Klappholttal, auch bekannt als die »Akademie am Meer«, ist spürbar, wie mit jedem Schritt vom Parkplatz bis zum Hauptgebäude etwas Ballast abzufallen scheint. Ob das an dem wundervollen Ausblick in alle Himmelsrichtungen liegt? Oder vielleicht am sinkenden Handyempfang? Goodbye, LTE und Erreichbarkeit. Empfanglos. Abgeschieden. Weg vom Fenster. Mittendrin in der Sylter Natur, ganz nah am Meer, zwi- schen Kampen und List. Ein Paradies. Zweifellos. Doch ein Gedanke lässt dann doch nicht locker: Was ist, wenn ich jemanden kontaktieren muss? »Keine Sorge, wer möchte, der bekommt den W-LAN-Code und Telefone gibt es hier auch«, beruhigen Hartmut Schiller, Leiter der Akademie am Meer, und die Damen im Empfangsbüro ihre Neuankömmlinge. Schluss und vorbei also mit dem Gedanken des Müssens. Abschalten, Loslassen und Nichtstun, beziehungsweise nur das, was einem gut tut. Und davon gibt es im Klappholttal sehr viel. Wer während des Buchungsvorganges noch nicht über das lückenlose Angebot der Akademie gestolpert ist, wird schließlich vor Ort über die zahlreichen Kurse aufgeklärt. So gibt es wahlweise Yoga und Pilates, Fastenwandern, eine Schreibwerkstatt oder experimentelles Malen in der Landschaft und im Atelier.

// Den gesamten Artikel gibt es in dieser Natürlich Sylt Ausgabe

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