Die Sylter Seifenmanufaktur 

DIE FRAU MIT DEM RICHTIGEN RIECHER 

Tausende von Jahren alt und aus keinem Bad wegzudenken – die klassische Seife ist das Urgestein der Beautywelt. Die Römer entdeckten sie als luxuriöses Kosmetikprodukt, nutzten sie für das Bleichen der Haare oder zum Frisieren und machten die Seife in den Badehäusern erstmals salonfähig. Irgendwann musste sie weichen, Platz machen für üppige und moderne Flüssigspender. Doch in den vergangenen fünf Jahren gelang dem Seifenstück ein generationsübergreifendes Comeback. Gefühlt war es noch nie so elegant, natürlich und en vogue wie heute. 

Sylter Seife in Morsum

Für Insulanerin Kirsten Deppe ist diese Trendwelle nichts Neues. Seit geraumer Zeit ist sie treue Anhängerin der pflanzlichen Stückseife und seit nunmehr zehn Jahren Siederin aus Leidenschaft. Es begann als Hobby für die gebürtige Keitumerin und entwickelte sich immer mehr zur Profession. Zunächst verkaufte sie die handgefertigte Natur-Seife an der Kupferkanne, auf insularen Märkten oder bei der Landpartie. „Das Handwerk hat mir großen Spaß gemacht und meine Produkte kamen so gut an, dass ich weiterproduzierte“, erinnert sich Kirsten Deppe an ihre ersten Schritte in die Selbstständigkeit.

 Waschechte Insulanerin Kirsten Deppe. 

Waschechte Insulanerin Kirsten Deppe. 

Sie entwickelte kontinuierlich weiter, probierte und kreierte bis zur Perfektion. 2010 schließlich eröffnete sie im Morsumer Bahnhof ihre eigenes Geschäft. Die Lage im östlichsten Dorf der Insel schien für viele weit ab vom Schuss. Für Kirsten Deppe war es eine natürliche Entscheidung, zumal Morsum auch der Lebensmittelpunkt ihrer Familie ist. Die Manufaktur wurde 2014 um einen Raum erweitert, somit ist nun mehr Platz für die Produktion und auch das Angebot konnte um verschiedene Accessoires und weitere Seifen vergrößert werden. Gut ein halbes Jahr dauert der Herstellungsprozess einer neuen Sorte, bis die Verhältnisse stimmen und die Inhaltsstoffe wie gewünscht miteinander harmonieren. Die Auswahl der Rohstoffe liegt Kirsten Deppe besonders am Herzen.

 Die trocknende Rosa Rugosa Seife: Was auf den Blechen optisch als köstliches Dessert durchgehen könnte, ist für den Körper leider nur rein äußerlich genießbar. 

Die trocknende Rosa Rugosa Seife: Was auf den Blechen optisch als köstliches Dessert durchgehen könnte, ist für den Körper leider nur rein äußerlich genießbar. 

Im Mai und Juni werden zum Beispiel die Blütenblätter der Rosa Rugosa eigenhändig gesammelt und weiterverarbeitet. Der Honig kommt aus Morsum, die Schokolade aus der Sylter Schokoladenmaufaktur, Algen, Austern sowie Meersalz stammen aus Wattenmeer und Nordsee. Und so duften die rein pflanzlichen Sylter Seifen köstlich nach Heckenrosen, Schokolade, Raps oder Bienenhonig. „Die Sylter Meersalzseife und auch die Thalassoseife aus fein gefiltertem Heilschlick ist insbesondere bei Kunden mit Hautproblemen wir Neurodermitis sehr beliebt. Durch den schonenden Produktionsprozess bleiben dem Salz viele wertvolle Mineralien erhalten“, erklärt Kirsten Deppe. In jeder Seife steckt eben dieses besondere Stück Sylt. Das ist ihre Philosophie und ihr Erfolgsrezept, mit denen Kirsten Deppe Insulaner und Gäste gleichermaßen verzaubert. 

 Leider auch nicht essbar, duftet aber trotzdem göttlich! 

Leider auch nicht essbar, duftet aber trotzdem göttlich! 

Dass Kirsten Deppe den richtigen Riecher hat, beweist außerdem der neuste Zuwachs der Sylter Seifenmanufaktur. Tochter Valesca ist seit Oktober mit dabei und tritt in die mütterlichen Siederfußstapfen. Zudem kümmert sie sich um die Website und den Social Media Auftritt. 

Sylter Seifenmanufaktur
Kirsten Deppe
Bi Miiren 11
25980 Sylt/Morsum
www.sylterseifen.de

@sylterseinfenmanufaktur

 

Ein Artikel für das Riel Magazin 2018

Riel Magazin Sylt