Moin & Aloha from Sylt!

Das kultige Beach Diner „Twisters“ sucht händeringend Köchinnen und Köche mit Leidenschaft zum Handwerk. Am liebsten ab gestern.

 (c) Holm Löffler // Chef Dirk Krüger in der Westerländer Twisters-Filiale in der Paulstraße.

(c) Holm Löffler // Chef Dirk Krüger in der Westerländer Twisters-Filiale in der Paulstraße.

„Wer uns findet, findet uns gut“ lautet der Slogan, der an dem aus Holz gefertigten Surfbrett-Aufsteller vor der Wenningstedter Twisters-Filiale prangert. Ganz schön bescheiden, könnte man denken. Doch genau so mag es Dirk Krüger, Ladeninhaber und passionierter Waterman. Bloß keine Superlative, wenig Chichi, dafür lieber Qualität, Handfestes und vor allem Handgefertigtes. Letzteres zieht sich ganz ungezwungen wie ein roter Faden, von der kunstvollen Beschilderung übers hawaiianisch-australische Interieur bis hin zum kulinarisch vielseitigen Soulfood-Menü, durch beide Twisters-Filialen in Wenningstedt und Westerland. Und das seit über zwanzig Jahren.

"Der Betrieb braucht uns und eigentlich noch zwanzig weitere Hände."

Der passionierte Gastronom ist sturm- und sylterprobt, hat auf der Insel sein Zuhause gefunden und sich eine aufstrebende und beständige Existenz geschaffen. Während einige gastronomische Betriebe auf Sylt über die Jahre gezwungen waren, den Kopf in den Sand zu stecken, ackert sich „Twister-Dirk“ ambitioniert und stets am Puls der Zeit in die nächste Dekade. „Maui 2018“ liest man auf der kleinen VW-Bus-Spardose, die auf der Ladentheke ihren Platz hat. „Das steht leider schon seit einiger Zeit dran, die hinterste Zahl wird bloß immer wieder weggewischt und neugeschrieben“, sagt Dirk Krüger zerknirscht, seine Stirn deutet Sorgenfalten an und erklärt, warum die schon so lange angepeilte Traumreise immer wieder aufgeschoben werden muss. Doch woran liegt’s? Die Läden laufen, Sylter sowie Gäste zählen zur Stammkundschaft. „In den Sommermonaten gibt es selbstverständlich keine Chance wegzufahren, der Betrieb braucht uns und eigentlich noch zwanzig weitere Hände. Und auch in den ruhigeren Monaten bleibt kaum Luft für einen weiten Trip“, so Lebensgefährtin und Twisters-Büromanagerin Ina Kluge, die den Computer mittlerweile immer häufiger zuklappt, um im kulinarischen Tagesgeschäft anzupacken. „Leider, denn es ist einfach permanent Not am Mann. Es ist schwierig passioniertes gastronomieaffines Personal sowie gelernte Köche zu finden“, erklärt Dirk Krüger die aktuelle Situation. „Und das, obwohl wir übertariflich zahlen, super Kollegen, einen Arbeitsplatz mit Meerblick und eine schicke Unterkunft inklusive Garten bieten“, so der gelernte Konditor und Patissier. 

Dass die Saison praktisch schon begonnen hat und das Twisters-Team längst stehen müsste, beunruhigt den Insulaner sehr. Doch offensichtlich ist diese Situation kein Einzelschicksal. „Diverse Kollegen haben ähnliche Probleme engagierte Leute zu finden. Viele Sylter ziehen aufs Festland und immer mehr Pendler sehen aufgrund der Bahnsituation wenig Sinn darin, auf der Insel zu arbeiten. Branchenübergeifend“, so Dirk Krüger. Wie es weitergeht, wird sich zeigen. Hoffentlich platzt der Knoten bald, damit es dem köstlichen Sylter Soulfood nicht an den Kragen geht. Das ist laut Facebookfans übrigens „The best in Town“. 

Bewerbungen werden gerne via E-Mail an info@twisters-sylt.de entgegengenommen. Es wird akut Unterstützung für die Saison und auch gerne „für immer“ gesucht.

 Liebe ich abgöttisch nach einem mehrstündigen Surf: Veggie Burger mit Süßkartoffelpommes und Wasabimayo. #endgegner.

Liebe ich abgöttisch nach einem mehrstündigen Surf: Veggie Burger mit Süßkartoffelpommes und Wasabimayo. #endgegner.

Wer Lust hat etwas tiefer in die Twisters-Geschichte einzutauchen, gönnt sich am besten meinen Artikel für das Magazin Natürlich Sylt ab Seite 12 (Herbst/Winter 2014). Lesezeit=halbe mittelgroße Instastory.